Tipps für besseren Schlaf
Liegst du nachts immer wieder wach? Kannst du nicht wieder einschlafen, wenn du in der Nacht aufwachst? Bist du tagsüber müde? - Versuche deinen Schlaf mit diesen 6 Tipps zu verbessern.
1. Sorge für einen regelmässigen Schlafrhythmus
Unser Körper hat unterschiedliche biologische Rhythmen, in denen das Leben abläuft. Der zirkadiane Rhythmus, der etwa 24 Stunden dauert, reguliert viele physiologische (körperliche) Prozesse; darunter auch den Wach-Schlaf-Rhythmus. Wenn du regelmässig zur gleichen Zeit ins Bett gehst und zur gleichen Zeit aufstehst - auch am Wochenende -, kannst du damit deinen biologischen Rhythmus stabilisieren.
2. Entwickle Einschlafrituale
Gönne dir jeden Abend ein entspannendes Ritual wie z.B. ein warmes Bad, Lesen, einen schönen Beruhigungstee oder eine Meditation. Vermeide stimulierende Aktivitäten und Bildschirme mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen.
Das bläuliche Licht von Bildschirmen ähnelt dem Tageslicht und macht uns wach, indem der Körper dazu stimuliert wird, das Hormon Cortisol zu produzieren. In einem normalen zirkadianen Rhythmus ist der Cortisolspiegel am Morgen, ca. 30 Minuten nach dem Aufstehen, am höchsten und am Abend wird das „Schlafhormon“ Melatonin produziert. Hohe Cortisolspiegel können die Produktion von Melatonin unterdrücken.
3. Optimiere deine Schlafumgebung
In deinem Schlafzimmer sollte es ruhig, kühl und dunkel sein. Verwende Ohrstöpsel, Schlafmasken oder Verdunkelungsvorhänge falls nötig. Wichtig sind auch eine bequeme Matratze und ein für dich passendes Kissen. Sorge dafür, dass dein Schlafzimmer aufgeräumt ist und nutze es nicht gleichzeitig als Büro.
Das Bett sollte nur zum Schlafen und für intime Aktivitäten genutzt werden. Vermeide es, im Bett zu arbeiten oder fernzusehen - das führt zu einer falschen Programmierung deines Unterbewusstseins.
4. Esse und trinke bewusst
Vermeide abends anregende Substanzen wie Nikotin und Koffein. Iss keine schweren Mahlzeiten vor dem Schlafengehen - ein leichter Snack kann jedoch hilfreich sein, denn auch wer hungrig ins Bett geht, riskiert schlechten Schlaf. Wenn du Schlafstörungen hast, solltest du Alkohol generell meiden, da er den Schlafzyklus stören kann.
5. Bewege dich und nutze das Tageslicht
Regelmässige körperliche Aktivität kann neben der Gesundheit auch den Schlaf verbessern. Achte jedoch darauf, dass du intensive Übungen nicht vor dem Schlafengehen machst, denn das erhöht deinen Adrenalinspiegel, welcher dich dann am Schlafen hindert.
Setz dich besonders am Morgen dem Tageslicht aus - das hilft, den Schlaf-Wach-Rhythmus zu regulieren. Und wenn du mindestens 15 Minuten pro Tag im natürlichen Tageslicht verbringst, kann dein Körper ausreichend Vitamin D3 produzieren, welches dann eine „Novemberdepression“ verhindert.
6. Betreibe Stressmanagement
Praktiziere Entspannungstechniken wie tiefe Atmung, progressive Muskelentspannung, Autogenes Training oder Yoga. Schreibe deine Sorgen oder deine To Do-Liste für den nächsten Tag vor dem Schlafengehen auf. Das leert den Kopf.
Oder du machst die Rückschau-Übung. Bei dieser Technik geht man gedanklich den Tag in umgekehrter Reihenfolge noch einmal durch, ausgehend von dem, was man als letztes gemacht hat bis hin zu den ersten Ereignissen am Morgen. Diese Technik hilft dabei, den Geist zu beruhigen, Stress abzubauen und den Schlaf zu verbessern, indem man den Tag reflektiert und gedanklich abschliesst. Zudem ist sie ein gutes Gedächtnistraining!
Wenn nichts davon hilft
- Falls du jede Nacht zur selben Zeit aufwachst und dann nicht wieder einschlafen kannst, schau dir einmal die chinesische Organuhr an. Vielleicht leidet eines deiner Organe unter Überlastung oder es handelt sich um mit dem Organ verbundene psychische Themen, welche dich nicht schlafen lassen.
- Falls du in den Wechseljahren bist, können auch die hormonellen Veränderungen hinter den Schlafstörungen stecken. Viele Frauen brauchen mit zunehmendem Alter eher weniger Schlaf. Hier hast du die Wahl zwischen bedingungsloser Akzeptanz ;-), vielen pflanzlichen Produkten zur Unterstützung oder einer schulmedizinischen Behandlung.
- Es gibt auch recht viele Menschen, die mondfühlig sind und um den Voll- und zum Teil auch den Neumond herum schlechter schlafen oder weniger Schlaf benötigen.
- Sollte nichts helfen, such Hilfe bei einem Arzt oder Schlafspezialisten. Sie können zugrundeliegende Gesundheitsprobleme identifizieren und spezifische Behandlungen vorschlagen.
Hast du gewusst: Man geht davon aus, dass 20-30% der europäischen Bevölkerung an Schlafstörungen leidet. Dazu zählt man Insomnie, Schlafapnoe und das Restless Legs Syndrome (RLS). Schlafstörungen sind mit einer Vielzahl von gesundheitlichen Problemen verbunden, darunter Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Fettleibigkeit, Depression und Angststörungen. Menschen mit chronischen Schlafstörungen haben ein erhöhtes Risiko für Unfälle, sowohl am Arbeitsplatz als auch im Strassenverkehr. Schlafstörungen verursachen erhebliche wirtschaftliche Kosten aufgrund von Produktivitätsverlusten, Arbeitsausfällen und erhöhten Gesundheitsausgaben. Deshalb lohnt es sich in jedem Fall, etwas dagegen zu unternehmen.
